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Der Flop ist sehr wichtig beim No-Limit Texas Holdem. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die relative Stärke der eigenen Hand korrekt einzuschätzen. Mit der Zeit sollte man die Fähigkeit entwickeln, gute Hände abzugeben wenn man das Gefühl hat, nur Zweitbester zu sein. Sie müssen Ihre relative Stärke feststellen und Hände abgeben, für die ein ernsthaftes Risiko besteht, dass sie nur an zweiter Stelle liegen.
Wenn man eine gute Hand davor schützen will, ausgestochen zu werden, oder wenn sich die Gelegenheit bietet, seine Gegner zum Aussteigen zu bewegen, ist weiter Einsetzen eine gute Strategie. Man sollte gewöhnlich beim Flop entweder vorwärts drängen, oder aussteigen („pump it or dump it“).
Es ist von größter Bedeutung, dass sie vor dem Flop immer die relative Stärke Ihrer Hand einschätzen.
Um die korrekte Vorgehensweise festzustellen ist es wichtig, mehrere Faktoren gegeneinander abzuwägen:
Wenn man sich einem „Bet“ gegenüber sieht sollte man aussteigen, außer man hat guten Grund, an der Stärke der gegnerischen Hand zu zweifeln. Da sie die Gewinnchancen festlegen ist es wichtig, die richtige Entscheidung zu treffen. Denken Sie daran: Ihr Gegner kann alles mögliche auf der Hand haben, angefangen von einer Top-Hand bis hin zu rein gar nichts - auch wenn Ihre Hand ganz gut aussieht kann sie dennoch vielen anderen unterlegen sein.
Natürlich steigen Sie nicht immer aus. Man sollte wirklich hin und wieder mit einer Erhöhung reagieren wenn man die Möglichkeit sieht, die Führung zu übernehmen oder wenn man glaubt, dass der Gegner schwach ist. Damit legen Sie die Gewinnchancen fest und zwingen Ihren Gegner, eine Entscheidung zu treffen (und möglicherweise einen Fehler zu machen).
Versuchen Sie, sparsam mit Ihren „Calls“ umzugehen, außer wenn Sie einen guten Grund haben dies nicht zu tun (wie ein „Slow-Play Monster“, oder wenn alle bei einem Mehrfach-Pot „drawen“). Wenn man im NL „called“ erhöht man seine Gewinnchancen nur selten durch das Hinterherjagen von „Outs“, außer wenn die Gegner nur geringe Einsätze wagen oder freie Karten vergeben. Wenn Sie mit einer mittelmäßigen Hand „callen“, lassen Sie sich auf ein „Ratespiel“ ein bei dem es notwendig ist, die Gegner gut einzuschätzen und „gute Züge“ zu machen um erfolgreich zu sein.
Nachstehend sind vier typische Situationen beim Flop:
Sehr starke Hand („Top Two-Pair“, „Set“)
Häufig „Slow-Play“ auf einem unkoordinierten „Board“, um Gegner herauszulocken, Bluffs herbeizuführen, oder sie dazu veranlassen, mit zweitklassigen Händen zu spielen.
Wenn es jedoch ein koordiniertes „Board“ mit mehreren Spielern ist, müssen Sie den „Pot“ überbieten um sie dafür bezahlen zu lassen, dass sie Sie ausstechen wollten. Je größer der Einsatz den sie „callen“, desto größer ihr Fehler. Und das ist die Art und Weise wie man beim Poker gewinnt: Die anderen müssen dafür bezahlen, dass sie Sie verfolgen.
Starke Hand („Over-Pair“, „Top-Pair“ mit A Kicker, usw.)
Allgemein sollte man hier etwa die Größe des „Pots“ setzen um ihn zu beschützen (zum Beispiel Extrakarten hinausschieben und „Draws“ zahlen lassen).
Unter Umständen muss man mit einer solchen Hand jedoch aussteigen, wenn man sich einem „Over-Bet“ oder einem „Raise“ gegenüber sieht. In einem solchen Fall könnte jemand ein besseres „Overpair“ besitzen, ein „Set“ oder „Connectors“, die beim Flop ein „Two-Pair“ ergeben. Man sollte für ein „Top-Pair“ nicht seinen gesamten „Stack“ setzen!
Wenn Sie setzen und mehrfach „gecalled“ werden müssen Sie sich entscheiden, ob Ihr Blatt das beste ist, da es unwahrscheinlich ist, dass alle Ihre Gegner nur gleichziehen.
Mittel-Gute Hand („Top-Pair“ mit einem schwachen Kicker, „Middle-Pair“ mit A Kicker, „Second Pocket- Pair“, usw.)
Meistens sollten Sie es vermeiden, mit einem solchen Blatt zu setzen wenn Sie in einer frühen Position sind, mehrere Gegenspieler haben oder trickreiche Spieler, die gerne das Spiel verlangsamen. Am besten ist es, wenn Sie beim „Turn“ eine freie Karte erhalten, die zu einer Ihrer „Pocket Cards“ passt, oder Sie „callen“/erhöhen einen Gegner, der von der letzten Position aus setzt.
Wenn Sie jedoch in einer späten Position sind und jemand „checked“ vor Ihnen, sollten Sie setzen.
Wenn Sie sich einem „Bet“ gegenüber sehen (oder jemand erhöht) sollten Sie aussteigen. Sie besitzen dann nicht die Initiative und rennen wahrscheinlich nur 2-5 „Outs“ hinterher.
„Draw“ Hände („Nut Flush“ oder „Nut Straight“)
Wenn Sie 11 oder mehr „Outs“ haben und einen „Draw“ zur „Nut Flush“ oder „Straight“ spielen, was mindestens eine „Over-Card“ (höher als jede „Board Card“) erfordert, können Sie Ihr Spiel durch „betting/check-raising/raising“ variieren um den „Pot“ sofort zu gewinnen, oder um in einer späteren Runde einen „Draw“ zu spielen.
Diese Strategie ergibt keine hohe Rendite wenn sie mit „Calling Stations“ spielen, da Sie nicht sehr viele „Pots“ mit Semi-Bluffs gewinnen werden. Mit einer solchen Hand ist „check-raise/raise all-in“ eine Option, wenn Sie einen geringen „Stack“ haben und der „Pot“ relativ groß ist. Dann haben Sie zwei Arten zu gewinnen, entweder indem Sie Ihre Gegner zum Aussteigen veranlassen, oder indem Sie sie ausstechen. Sie haben damit eine Chance von 33-53%, wenn die „Outs“ zwischen 8 und 14 liegen.
Manchmal ist es wegen der existierenden impliziten Chancen korrekt, einen „Bet“ beim Flop zu „callen“. Ein solches Spiel hängt von der Größe Ihres Stacks, des Stacks Ihrer Gegner, und von der Größe des „Bets“ ab. Wenn ein schwacher Spieler, der viel Geld hat, setzt, und Sie ebenfalls eine große Summe besitzen, wäre ein „Call“ gut, da Sie verdoppeln könnten, wenn Sie beim „Turn“ etwas Gutes erwischen.
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